Was ist Lernen?

Sich mit Lernen zu beschäftigen dürfte neben Bildung, Vermitteln, Beratung, Organisation und Entwicklung eines der zentralen Themen für Pädagogen sein. Interessanter Weise gibt es sowohl in der psychologischen, als auch pädagogischen Literatur eine große Zahl von Ausführungen zu diesem Thema. Aber was ist eigentlich Lernen?

Wir können Lernen als einen Prozeß definieren, der zu relativ stabilen Veränderungen im Verhalten oder im Verhaltenspotential führt und auf Erfahrungen aufbaut. Lernen ist nicht direkt zu beobachten. Es muß aus den Veränderungen des beobachteten Verhaltens erschlossen werden.
(Zimbardo: Psychologie, Springer, Berlin, 1992, S. 227.)

Zwei Richtungen

Es gibt verschiedene Theorien wie es zu diesen Veränderungen im Verhalten bzw. Verhaltenspotential kommen kann. Read more »

Weblogs als Lerntagebücher

Gestern habe ich einen Einblick gegeben warum Lerntagebücher als reflexive Elemente in Bildungsprozessen eine wichtige Rolle spielen können.

Das Verfassen von Lerntagebüchern ist eine Methode aus der Aktionsforschung, die die Handelnden dazu anhalten soll, die eigene Praxis zu erkunden, zu überprüfen und möglicherweise zu verändern.

Lerntagebücher werden im Verlauf von Lehrveranstaltungen eingesetzt, um die persönliche Auseinandersetzung der Studierenden mit Lehrinhalten und Lehrzielen zu dokumentieren und zu reflektieren. Diese Methode ist [...] besonders geeignet [...] eigene Erfahrungen und Einstellungen zu aktualisieren und sich mit ihnen kritisch auseinanderzusetzen. Auch lassen sich die kognitiven Ziele der Lehrveranstaltung wesentlich stärker “personenbezogen” gestalten.

Wie empirische Untersuchungen gezeigt haben, fördert das Lerntagebuch im Gegensatz zum traditionellen “Prüfungslernen” das langfristige Behalten von Inhalten, also das eher bedeutsame und anwendungsorientierte Lernen (nach Mayr, J. (1997). Evaluieren. In F. Buchberger, H. Eichelberger, K. Klement, J. Mayr, A. Seel & H. Teml (Hrsg.), Seminardidaktik, Innsbruck: Studienverlag, S. 234). http://paedpsych.jk.uni-linz.ac.at

Ich halte Weblogs für ein Medium welches sich besser zum Führen eines Lerntagebuches eignet als Papier oder einzelne Textdateien.

Ways of Communication with BlogsBlogging can be a great way of getting thought leaders within your organisation to disseminate
their knowledge as well as inform others
on things such as best practice, changes to procedures, industry news and so on. Aus Web-based learning communities via eduFutureBlog

Ich habe mal eine Gegenüberstellung angefertigt welche Anforderungen an Lerntagebücher gestellt werden und wie sich die Anforderungen mit Hilfe von Weblogs umsetzen lassen. Read more »

Lerntagebücher (in der Lehrerbildung)

Besonders in der Ausbildung von LehrerInnen scheinen Reflexive Methoden, z.B. in Form von “Tagebüchern” eine interessante Möglichkeit zu sein. Hierzu ein paar Gedanken:
Die Ausbildung von Lehrern im Bereich der Beruflichen Schulen findet grundsätzlich in drei Phasen statt.

  1. Phase Eins ist ein universitäres Studium, bei dem zunächst das fachliche Wissen für die spätere Tätigkeit im Lehrerberuf vermittelt wird.
  2. In Phase Zwei findet der Vorbereitungsdienst an einem staatlichen Studienseminar mit Abschluss der Zweiten Staatsprüfung statt. (Referendariat)
  3. Phase Drei besteht aus kontinuierlicher Fortbildung der Lehrkräfte.

Tramm (2002) stellt in Frage, ob das Erziehungswissenschaftliche Studium nicht früher und stärker als in Phase Zwei an die Praxis angebunden werden sollte. Des weiteren merkt er an, dass die deutliche Trennung von Theorie und Praxis, bzw. die Isolation der Praxis zu einem Handlungs- und Anpassungsdruck führen könne, der vorschnell zur Übernahme von tradierten und scheinbar bewährten Unterrichtspraxen führen könnte. Hierbei werden nicht die Read more »

Marketing in der Erwachsenenbildung

Diplomarbeit abgegeben!
Heute habe ich meine Diplomarbeit abgegeben. Die Vorbereitungen waren ja nicht ganz komplikationsfrei. Das Prüfungsamt sah gute Gründe meinen Abgabetermin in den März zu verlegen, so dass ich nicht, wie ursprünglich geplant, bis 19. Februar abgeben musste.
Zum binden der Arbeit empfehle ich Copycardo.
Die nächste Prüfung behandelt das Thema Marketing in der Erwachsenenbildung. Falls jemand auf der Suche nach Themen, Thesen oder Literatur zu diesem Thema ist hier ein paar Vorschläge.

  1. Unterscheidung von Marketing, Werbung und Öffentlichkeitsarbeit.
    Auflösung des Missverständnisses Marketing sei gleichzusetzen mit Öffentlichkeitsarbeit und Werbung. (Meisel)
  2. Allgemeine Einführung in das Marketing
    Ablauflogisches Entscheidungsmodell (Sarges/Haeberlin)
  3. Unterschiede zwischen kommerziellem Marketing, Non-Profit Marketing und Bildungsmarketing (am Beispiel der Volkshochschule). (Möller)
  4. These: Erwachsenenbildung benötigt Marketing
    Schwindende Finanzierung der Volkshochschulen durch den Staat und das vermehrte auftreten konkurrierender Anbieter machen Marketingüberlegungen für Bildungseinrichtungen relevant. (Möller)
  5. These: Es gibt einen Widerspruch zwischen Bildungsauftrag und Marktorientierung. (Möller)
    Vorstellung verschiedener Strategien bei einer Marktorientierung. (Sarges/Haeberlin)
  6. Marktsegmentierung (Bartz/Tippelt)
    Die Angebote müssen auf möglichst homogene Zielgruppen zugeschnitten sein.
  7. These: Für (potenzielle) Teilnehmer ist (Politische)Bildung eine Ware. (Motzko)
    Gemeinsamkeiten und Unterschiede von klassischen Produkten (z.B. Schokoriegel) und Bildung.

Quellen:

  • Bartz, H./ Tippelt, R. (2004): Weiterbildung und soziale Milieus in Deutschland, Bielefeld
  • Gottmann, G. (1985): Marketing an Volkshochschulen, Frankfurt am Main
  • Meisel, K. (1994): Marketing für Erwachsenenbildung?, Bad Heilbrunn
  • Möller, S. (2002): Marketing in der Weiterbildung, Bielefeld
  • Motzko, M. (1989): Politische Bildung und Öffentlichkeitsarbeit, in: Zeitschrift Außerschulische Bildung 4/98, S. 360-366
  • Sarges, W./ Haeberlin, F. (1980): Marketing für die Erwachsenenbildung, Hannover

Plädoyer für kritische Bildung

Heute in der Zeitschrift “Erwachsenenbildung” Ausgabe 2/2005 gefunden.
Kritische Bildung

Unterstützung informellen Lernens in der betrieblichen Weiterbildung durch social Software

Der erste Schritt ist getan. Heute hatte ich meine erste mündliche Prüfung auf dem Weg zum Diplompädagogen zum oben genannten Thema.
Was ich mir so zusammengesucht und für die Prüfung benutzt habe stelle ich hier gerne nochmal zusammen:

24 Stunden

Als ich ungefähr 10 Jahre alt war habe ich mir in den letzten Tagen des August und am ersten Tag im September gewünscht die Tage hätten maximal 12 Stunden, oder besser noch weniger. Das wäre wirklich praktisch gewesen. Die gesparten Stunden könnte ich im Moment gut gebrauchen um Geld zu verdienen, mit der Diplomarbeit vorwärts zu kommen und einfach mal was schönes zu machen. Das kommt im Moment viel zu kurz!
Freunde, Photos und Zeit für verrückte Ideen…
Von Donnerstag bis Sonntag ist da ein wenig Kontrastprogramm Abwechslung angesagt.
Gute Nacht!

NTBA, Eumex und andere Nebensächlichkeiten

Na klasse, als hätte ich nichts besseres zu tun!
Heute Vormittag bin ich mit unserem Telefonanschluss aus dem Flur in das “Büro” umgezogen.
Die erste Herausforderung war die im der Telefondose befindlichen Drähte richtig zu verbinden. Das hat auch alles geklappt. Ich habe danach telefoniert und Mails abgerufen. Also alles easy!
Als ich von der Uni wieder kam wollte ich alles anständig in der Wand verschwinden lassen um Manipulationen am Kabel durch die Damen im Hause zu vermeiden.
Seit dem geht das Telefon nicht mehr. Die Eumex 504 PC USB Telefonanlage lässt das ISDN Signal blinken. Laut Bedienungsanleitung soll der NTBA “nicht betriebsbereit” sein. Dieser wiederum leuchtet durchgehend gelb. Das deutet für mich auf Einsatbereitschaft hin…

Selbstverständlich habe ich das komplette System schon einmal mehrfach stromlos gemacht und auch die einzelnen Verbindungen getrennt.

Irgendwelche Vorschläge zum weiteren Vorgehen?

Bildung in Freier Zeit: Ein Leben lang

Ich befinde mich gerade bei einer Veranstaltung am Fachbereich EW bei einer Tagesveranstaltung mit obigem Titel. Gerade spricht Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Birgit Schnieber-Jastram und äussert einige Dinge die das Publikum ein wenig zum schmunzeln veranlassen “Hamburg soll Deutschlands familienfreundlichste Stadt werden.” Ok, wir wollen mal abwarten. Interessant auch ihr Hinweis auf das Bildungsangebot in den KiTa’s “Es gibt kaum eine KiTa, in Hamburg, der die Kinder nicht mehrsprachig aufwachsen.”
Es Lebe der Euphemismus!
Gefallen hat mir, dass sie ankündigt das Ehrenamt weiter fördern zu wollen. Ob das Hauptziel ist die öffentlichen Kassen zu entlasten, oder einfach eine Verbesserung des Gemeinwohls im Vordergrund steht bleibt allerdings (vorerst) offen.

Campus Innovation

Ich habe mich ganz grob nach Interesse mal einfach in ein paar Veranstaltungen reingesetzt. Hier ein paar Notizen der Vorträge die ich mir angehört habe.

Olaf Thiele stellte in seinem Vortrag (E-Assessment: Methoden, Tools, Erfahrungen) das Online-Auswahlverfahren der Uni Mannheim vor. Sehr lebendig vorgetragen. Nicht vergessen und deshalb hier erwähnen möchte ich eine Feststellung von ihm, dass 5% der Nutzer 90% der Arbeit machen. Weitere Informationen zu seiner Arbeit findet man unter www.auswahl.uni-mannheim.de.

Claudia Bremer vom Kompetenzzentrum Neue Medien in der Lehre, Zentrum für Weiterbildung der Universität Frankfurt gibt erstmal einen Crashkurs durch den Bologna Prozess und schaffte in ihrem Vortrag (E-Bologna: Wie digital ist der Bologna-Prozess?) eine Verbindung zwischen e-Learning und Bologna-Prozess zu verdeutlichen.

Robes-Ci-2005 Den letzten Beitrag an diesem Tag hat Jochen Robes vorgetragen. Bekannt ist er ja ohnehin schon durch sein Weiterbildungsblog. Der Titel seines Beitrages lautet: “E-Learning zwischen Low Budget und No Budget” oder wie er einleitet “e-Learning 2.0″ . Er stellt in seinem Referat diverse Produkte aus dem Bereich “Social Software” vor. Er weißt ausserdem auf die besondere Rollenverteilung bzw. die Rollen an sich beim e-Learning und beim Einsatz von Weblogs im Bildungsbereich.
Robes-Learninglandscapes
Eine weitere schöne Aussage fand ich “Der rote Faden bin ich und nicht das System”
Linkempfehlungen zum weiterlesen von Jochen Robes:
www.johnseelybrown.com
www.downes.ca
metatime.blogspot.com
elgg.net/dtosch/weblog
weblogg-ed.com

Was ist: podcasting, moblogging, videoblogging, rss ?
Ein paar Beispiele für social software im Netz: bloglines, furl (social bookmarking), flickr, 43things, last.fm, openBC, elgg(learning landscape).

Tag 2.

LummaHeute habe ich einen Workshop von Oliver Wrede und Nico Lumma zum Thema (wer hätte es gedacht) Blogging. Auch hier gab es wieder eine kurze Übersicht über verfügbare Dienste. Ausserdem (und das hat mich besonders interessiert) wurde über die Erfahrungen mit Blogs in der (Hochschul-)Lehre berichtet. Die Präsentation von Oliver Wrede wird er auf seine Seite stellen. Nico Lumma stellte dann noch den kostenlosen Blogdienst Blogg.de vor. Ich habe die gelegenheit gleich genutzt und ihn gebeten bei blogg.de auch RSS-Feeds für Kommentare einzuführen. Mal schauen… ;-)

Gleich gehe ich noch ins mms und werde einen Vortrag von Beat Doebeli Honegger zum Thema “Leise Revolution in der (Hoch-)Schule? Wie Wikis, Weblogs und andere Social Software Lernen und Zusammenarbeit verändern.”

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