Checkliste Kinderwagen

KinderwagenEinen Kinderwagen kauft man nicht alle Tage und die Preise für ein solches Gefährt sind erstaunlich hoch. Außerdem bietet sich im gut sortierten Fachhandel eine riesen Auswahl. Die Anschaffung sollte also gut überlegt sein.
Welche Kriterien sind hierbei zu berücksichtigen?

1. Anzahl Räder/Reifen

Schon die Anzahl hat einen Einfluss auf die Fahreigenschaften. Hat so ein Wagen nur drei Kontaktpunkte, so wie die meisten Joggermodelle, so ist ein Einsteigen in Bus und Bahn ggf. etwas wackeliger. Die Wendigkeit könnte auch durch flexible Vorderräder gewährleistet werden.
Ich finde man kann auch die vorderen Räder anheben, um die Richtung zu ändern. Vielleicht wird das auf Dauer anstrengend für die Arme, aber mein momentaner Eindruck ist, dass das die richtige Lösung ist.

2. Beschaffenheit Räder/Reifen

Luftbereifung, große oder kleine Hartgummireifen? Auch hierdurch werden die Fahreigenschaften beeinflusst. Zu klein sollten die Räder nicht sein, damit man nicht in jedem Spalt oder an jedem kleinen Absatz hängen bleibt. (Das war schon beim Skateboard fahren extrem nervig!) Für meinen Geschmack dürfen die Reifen gerne etwas größer sein, aber auf Luft gefüllte Reifen würde ich gerne verzichten. Nachpumpen, flicken o.ä. müssen nicht sein, insbesondere wenn man gerade unterwegs ist.

3. Aufbau/Flexibilität

In den ersten Wochen/Monaten sollte das Baby liegend transportiert werden. Deshalb ist unbedingt darauf zu achten das der erste Wagen eine Liegemöglichkeit bietet, vorzugsweise mit abnehmbarer Tragetasche um ein „mobiles Bett“ für die ersten Wochen zu haben. Sobald das Kind sitzen kann sollte die Tragetasche entfernt und der Wagen zu einem Buggy umgebaut werden können.

4. Transportmöglichkeit

Wer mit dem Kind nicht nur um die eigene Wohnung laufen/fahren möchte wird es zu schätzen wissen, wenn sich der Kinderwagen und vor allem später der Buggy gut verstauen lassen. Ob Kofferraum, Bahnfahrt oder sogar Flugreise, es ist praktisch wenn man das Ungetüm mit wenigen Handgriffen zusammenbauen kann. (Z.B. bei Regen mal hektisch ins Auto verladen o.ä.). Auch das Gewicht sollte berücksichtigt werden, das ist zwar beim Fahren nicht soo wichtig, aber jedes Mal wenn der Wagen verladen oder Treppen auf- oder abwärts getragen werden muss bekommt diese Eigenschaft besonders Gewicht.

5. Zubehör

Einkaufsnetz, Regenschutz, Sonnenschirm, Wickeltaschenhalterung, Radio, Trittbrett, Halterung für das Navigationssystem, Getränkehalter … es gibt vermutlich nichts was es nicht gibt. Man muss sich wirklich gut überlegen was man benötigt.

6. Design

Klar, gut aussehen sollte er, aber was heißt das?

7. Sicherheit

Sicherheit ist bei im Zusammenhang mit Kindern natürlich der Dauerbrenner. Ein entsprechend großer Abstand der Räder führt zu mehr Stabilität des Kinderwagens. Alle Feststellmöglichkeiten (klick hier- klapp da) sollten auch sicher einrasten und nur absichtlich lösbar sein. Ausserdem sollte auch beim Zusammenlegen und Entfalten des Kinderwagens nur ein minimales Verletzungsrisiko für die Benutzer bestehen.
Vernünftige Feststellbremsen sollten den Wagen auch bei etwas Bewegung im Wagen vor unerwünschtem wegrollen sichern. Gerne dürfen sich ein paar Reflektoren die passive Sicherheit des Wagens erhöhen.
Die Qualität des Materials lässt sich vermutlich nur durch Testberichte o.ä. sicherstellen.

Unbedingt auch mal prüfen wie lang die Lieferfrist für den auserwählten Kinderwagen ist.

Bildquelle: flickr

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7 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. avatar

    wichtig erscheint mir auch die technischen Voraussetzungen für ein späteres „pimpem“ zu beachten. Wie sieht es aus mit Alufelgen, Tieferlegen oder Sonnendach nachträglich einbauen. Schließlich will das Kind nicht auf ewig der Honk mit der alten Karre auf´ n Spielplat sein. Reicht doch schon das Mutti und Papi jeden Tag älter werden.
    Alles für das Baby, alles für die Zukunft!
    Schönes WE!
    Jan

  2. avatar

    Gerade unter dem Kostenaspekt sollte man in die Zukunft schauend bei entsprechender Familienplanung ein Augenmerk darauf legen, dass Mitnahmemöglichkeiten für ältere Geschwister angebaut werden können (z.B. Kiddy-Board). Auf die Dauer kann es sehr anstrengend sein, Nummer 2 zu schieben UND Nummer 1 zu tragen. Entgegen anderslautender Behauptungen mancher geschäftstüchtiger Verkäuferin ist die Montage nicht an jedem Modell möglich…
    Soviel von einem erfahrenen Familienvater… 🙂

  3. avatar

    Wir haben uns für drei große Räder entschieden. Zum einen, weil ich natürlich irgendein cooles sportliches Gerät haben muss und weil ich es für wendiger und geländegängiger halte. Wie oft ich schon Mütter an ihrem Schibegriff rumdrücken gesehen habe, weil sie vier große feste Räder hatten…
    Und er sollte halt so solide sein, dass er auch noch für die kommenden 5 Kinder hält.

  4. avatar

    Wer die Wahl hat, hat die Qual. Mit Ratschlägen halte ich mich zurück da die Wagen die wir damals erworben und benutzt haben, fast mit einem H-Kennzeichen herunfahren könnten. Wie überall, so wird sich auch hier vieles in Sachen Fahrwerksentwicklung, Ausstattung und Stauraum getan haben. Eines ist aber geblieben, teuer waren sie damals schon.
    Viel Erfolg.

  5. avatar

    …..seit dem sich immer mehr männer am kauf eines kinderwagens beteiligen sieht man solche auch in den einschlägigen läden unter den karren rumliegen. was es da nicht alles gibt… von wegen „später“ mit alufelgen pimpen…rosametallic hab ich auch gesehen für die lieben muttis soll ja was dabei sein aber auf welchen kundenkreis die „maxikositaxi“ linie ansprechen soll weiss ich bis heute nicht. mir war am wichtigsten dass das ding leicht ist und keine lächerlichen bärchen, hässchen, duziduzi verzierungen hat, drum haben wir jetzt einen platoon mit der desert storm ausstattung….jedem das seine….

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